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Der Sabbat – Freiheit oder Knechtschaft

2 Mose 20:8 (Neues Leben) “Denk an den Sabbat und heilige ihn.”

 

Unser hektisches modernes Leben und die Gesellschaften, in denen es stattfindet, scheinen eine negative Sicht auf das vierte Gebot, den Sabbat, zu haben; oder sie sehen ihn als eine rein jüdische Angelegenheit. Doch schon in 1 Mose 2 lesen wir, dass der Sabbat in die Schöpfung geschrieben ist; er gehört von Anbeginn an dazu.

 

1 Mose 2:2-3 (Neues Leben) “(2) Am siebten Tag vollendet Gott sein Werk und ruhte von seiner Arbeit aus. (3) Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig, weil es der Tag war, an dem er sich seiner Schöpfungsarbeit ausruhte.”

 

Seit Israel in die ägyptische Sklaverei geraten war, hatte es nie die Möglichkeit, mit der Arbeit aufzuhören, und die Menschen hätten es auch nicht gewagt. Als Gott die Israeliten aus Ägypten führte und sie aus der Sklaverei befreite, schenkte er ihnen ein Geschenk: einen Tag pro Woche von der Arbeit frei zu sein. Nur freie Menschen können mit der Arbeit aufhören. Sklaven arbeiten ununterbrochen – aber freie Menschen haben die Freiheit der Ruhe. Der Sabbat ist ein Zeichen der Gnade Gottes an sein freies Volk.

 

Wenn wir den Sabbat weiterhin mit Arbeit füllen, lehnen wir Gottes Geschenk an freie Menschen ab. Wir kehren freiwillig nach Ägypten zurück und erklären aus freien Stücken, dass wir ein Sklave sein möchten. Wir wählen Knechtschaft über Freiheit.

 

Wir zeigen dadurch auch, dass wir Gott nicht vertrauen, dass er für uns sorgt. Wir vertrauen auf uns selbst und nicht auf Gott und zeigen somit, dass alles von unseren eigenen Anstrengungen abhängt. Wir zeigen auch ein Mangel Mitgefühl für die Menschen in unserem Umfeld (Familie, Freunde, Kollegen, Angestellte), da diese durch unser Verhalten ebenfalls keine Ruhe finden.

 

Harte, fleißige und disziplinierte Arbeit ehrt Gott. Unermüdliches Arbeiten oder Arbeiten auf Kosten der Familie zeugt von einem Mangel an Vertrauen in Gottes Fähigkeit, für unsere Bedürfnisse zu sorgen. Der Sabbat ist ein Geschenk, das Gottes Volk befähigt, im Glauben zu leben und nicht ständig zu arbeiten, da es ihm für sein zukünftiges Wohlergehen vertraut.

 

Matthäus 6:25-33 (Neues Leben) „(25) Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben – darum, ob ihr genug zu essen, zu trinken und anzuziehen habt. Besteht das Leben nicht aus mehr als nur aus Essen und Kleidung? (26) Schaut die Vögel an. Sie müssen weder säen noch ernten noch Vorräte ansammeln, denn euer himmlischer Vater sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie. (27) Können alle eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Nein. (28) Und warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider. (29) Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie. (30) Wenn sie Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch? Euer Glaube ist so klein! (31) Hört auf, euch Sorgen zu machen um euer Essen und Trinken oder um eure Kleidung. (32) Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse. (33) Macht das Reich Gottes zu euerem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“

 
 

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